1:2 im Halbfinale gegen Portugal und 0:2 im "kleinen Endspiel" gegen die Franzosen. Keine Frage. Das war nicht das, was sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor den eigenen Fans erhofft hatte. Ja. weder in München noch in Stuttgart lief es bei der UEFA Nations League wie gewünscht. Zumindest nicht über die volle Distanz. Vor allem die schlechte Chancenverwertung und das mangelnde Defensivverhalten fielen auf. Zu wenig, um Top-Nationen - wie den beiden Genannten, aber auch Spanien - diesen Titel streitig zu machen. Und: Das darf man nicht unter den Teppich kehren: Es fehlten die personellen Alternativen. Denn in der Breite ist die deutsche Auswahl momentan einfach nicht gut genug aufgestellt, um mit den drei Erstplatzierten mitzuhalten. Wenn man bedenkt, wie und wen diese drei Nationen in ihren Spielen (gegeneinander) eingewechselt haben, hat der DFB einiges nachzuholen. Sicherlich ist die eine oder andere Stammkraft ausgefallen. Doch wenn man nächstes Jahr wirklich ein Wort bei der Vergabe der WM mitreden möchte, muss sich vieles noch verbessern. Wenn alle fit sind und noch das eine oder andere hungrige Talent dazukommt, kann das funktionieren.Bundestrainer Julian Nagelsmann hat da einiges zu tun!
Dienstag, 10. Juni 2025
Dem deutschen Kader fehlt es an qualitativer Breite!
Dienstag, 20. Dezember 2022
Leo Messi setzt seiner großen Karriere die (WM-)Krone auf!
Wahnsinn, liebe Leute, was war das denn bitteschön für ein episches Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft. Für mich eigentlich das beste Endspiel aller Zeiten - also, zumindest seit ich Weltmeisterschaften (im Fernsehen) mitverfolge. Gut, es gab schon einige tolle Duelle um den goldenen Pokal seit 1990, aber das war ja an Spannung und Angriffslust quasi nicht zu überbieten. Verdient hätten den Titel beide Teams, gar keine Frage. Argentinien, weil es den besseren Start und etwas mehr Zweikampfhärte sowie Nervenstärke an den Tag legte und Frankreich, weil man sich nie aufgab und Kylian Mbappe einfach für mich der kommende Star dieses Sports ist, der für sein Alter - er wird heute übrigens gerade einmal 24 Jahre jung - unglaublich weit ist und derart abgezockt auftritt. Man kann also sagen, dass König Messi allmählich für seinen legitimen Kronprinzen Mbappe Platz macht. Ich möchte noch gar nicht daran denken, dass beide mit Paris - und im Verbund mit Neymar Jr. - ab Februar in der Champions League angreifen wollen. Und das im Achtelfinale gleichmal gegen den FC Bayern München...
Freitag, 16. Dezember 2022
Schafft Messi den perfekten Abschluss seiner Nationalmannschaftskarriere?
Ja, gar keine Frage. Das wäre doch ein mehr als würdiger Abschluss für einen der besten und erfolgreichsten Kicker des Planeten. Und, gar keine Frage, ich würde Lionel Messi diesen Pokal von Herzen gönnen. Denn nach dem verlorenen Endspiel 2014 gegen Deutschland hätte "Argentiniens Zehner" in seinem letzten Auftritt im Nationaltrikot einen Triupmph verdient. Die Frage ist nur, ob Titelverteidiger Frankreich da mitspielt. Denn auch Mbappe und Co. werden heiß darauf sein, den Sieg von Russland bei diesem recht umstrittenen Turnier im Wüstenstaat zu wiederholen. Und: Für mich ist und wäre ein erneuter Erfolg der Franzosen mindestens genauso verdient, weil sie tollen Fußball gezeigt und für mich in der Breite die beste Mannschaft aufgeboten haben. Außerdem bin ich gespannt, ob Karim Benzema tatsächlich zurückkehrt und eventuell sogar ein paar Minuten bekommt. Denn seine Verletzung soll ja inzwischen wieder auskuriert sein. So oder so dürfte es ein episches WM-Endspiel werden - und das von Beginn an!
Montag, 21. Juni 2021
Offensivere Ausrichtung und mehr Mut bringen den Erfolg!
Na, also - es geht doch! So oder so ähnlich dürfte es allen deutschen Fans und den unzähligen Millionen von Bundestrainern ergangen sein, nachdem der Schlusspfiff am Samstagabend bei herrlichem Sommerwetter in München ertönte. Mit 4:2 schlug die DFB-Elf die Auswahl Portugals mit Superstar Cristiano Ronaldo, dem prompt sein erster Treffer gegen eine deutsche Nationalmannschaft gelungen war. Und doch jubelte vor 14.500 Zuschauern am Ende der Gegner, weil der Moral bewies und viel mutiger agierte, als in Vorrundenspiel eins gegen den Weltmeister aus Frankreich. Schlüssel zum Erfolg gegen den amtierenden Europameiter war aus meiner Sicht, obwohl Bundestrainer Joachim Löw - zum Unmut vieler - der gleichen Aufstellung vertraute, dass "Jogi" Robin Gosens und Joshua Kimmich vor der Dreierkette mit Mats Hummels, Antonio Rüdiger und Matthias Ginter recht offensiv verteidigen ließ und somit auf den Flügeln einige Überzahlsituationen schaffte, die den Portugiesen sehr zu schaffen machten. Ja, insbesondere Gosens war phasenweise kaum zu bremsen und wurde nach seinem Tor und zwei Vorlagen zum besten Mann des Spiels gekürt. Doch - das sollten wir aus deutscher Sicht vergessen - noch ist nichts erreicht. Denn am Mittwoch kommt ein starkes Ungarn nach München, das gegen die Franzosen nur knapp an der Sensation vorbeischrammte. Am Ende hieß es 1:1-Unentschieden.
Mittwoch, 16. Juni 2021
Eine EM-Premiere, nach der noch etwas Luft nach oben ist!
0:1 gegen den amtierenden Weltmeister verloren - und das dank eines Eigentores. Das klingt nach einem gebrauchten Abend für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zum EM-Auftakt. Nun, ganz so schlimm war es nicht, da man es phasenweise recht ordentlich machte und defensiv über weite Strecken überzeugte. Auch die Konterabsicherung klappte - bis auf zwei, drei Ausnahmen. Aber - so ehrlich muss man sein - der knappe Sieg für Frankreich ist verdient, gar keine Frage. Denn besonders in der Offensive hatten die französischen Nachbarn der deutschen Auswahl einiges voraus. Man spielte vertikal und diagonal nach vorne, durchbrach die letzte Kette der DFB-Elf immer wieder, machte aber aus seinen Chancen zu wenig, traf "nur" den Pfosten oder erzielte zwei Abseitstore. Erst als Joshua Kimmich, der früh eine gelbe Karte mit sich herumschleppte, nach der Pause in schönster Regelmäßigkeit im Zentrum auftauche, agierte Deutschland mutiger und druckvoller und brachte die Abwehrreihe der Franzosen in Bedrängnis. Doch unter dem Strich war dieses kurze Aufbäumen zu wenig für einen Punktgewinn - geschweige denn einen Sieg. Nun hat man am Samstag gegen Portigal schon ein "Alles oder nichts"-Spiel vor der Brust - und zwar gegen den Titelverteidiger aus Portugal mit CR7 und Co.