Traurig, was mich da heute Morgen aus dem Mutterland des Fußballs erreicht hat. Ich fühle mit dem gesamten Königreich England, drücke ebenfalls ganz fest die Daumen und hoffe, dass alles gut geht beziehungsweise endlich (wieder) wird. Alles Gute, lieber "Gazza", get well soon! Paul "Gazza" Gascoigne will seine Drogen- und Alkoholsucht endlich in den Griff kriegen, es ist fünf vor zwölf. Zuletzt soll der Ex-Nationalpieler vier Flaschen Whisky in sich reingeschüttet und bis zu 16 Linien Kokain durchgezogen haben - und das an einem Tag! Das kann auf gar keinen Fall gesund sein. Ich bin froh, dass man dem 45-jährigen Idol vieler Generationen endlich helfen kann und hoffentlich auch wird. Ja, wir Deutschen und unsere Daurrivalen von der britischen Insel sind gerade beim Kicken nicht immer einer Meinung, unsere Auswahl- und Vereinsmannschaften lieferten sich teils erbitterte Duelle - und das nicht nur vom Elfmeterpunkt. Damals - im Halbfinale der WM in Italien - war der ehemalige Star von Newcastle, Tottenham oder Lazio mit von der Partie, wirbelte die deutsche Defensive gründlich durcheinander. Sicherlich ist Gascoigne gerade abseits des Platzes kein Kind von Traurigkeit, Exzesse, Prügeleien und Anzeigen gehörten irgendwie dazu. Aber ich mochte ihn und seine Art am und in der Nähe des Balles - er war eben ein echter Typ unseres geliebten Sports. Hoffentlich schlägt die Therapie drüben in Phönix (USA) auch an. Wir erinnern uns alle noch an einen gewissen George Best aus Nordirland, den der "Teufel" Alkohol 2005 viel zu früh mitten aus dem Leben riss - und das gerade einmal mit 59 Jahren.
Mittwoch, 6. Februar 2013
Dienstag, 5. Februar 2013
Warum will ihn der "Jogi" einfach nicht mitnehmen?
Also, mal ehrlich: Was soll das denn, lieber Joachim Löw? Was soll ein gewisser Stefan Kießling noch machen, um endlich mal wieder eine Chance beim Deutschen-Fußball-Bund (DFB) in der A-Nationalmannschaft zu bekommen. Zwar soll der beste Schütze des Kalenderjahres 2012 bei dem WM-Qualifikationsspielen im März anscheinend dabei sein, aber können wir das glauben? Morgen Abend geht es im ersten (Härte)Test des neuen Länderspiel-Jahres in Paris gegen Frankreich um mehr als nur das Prestige. Fast genau vor einem Jahr kassierte die DFB-Elf in Bremen eine 1:2-Niederlage gegen den Nachbarn, Spieler wie Denis Aogo erwischten damals einen rabenschwarzen Tag. Gut, das ist gegessen. Motto: Neues Jahr, neues Glück. Aber warum darf der Leverkusener Angreifer nicht schon morgen dabei sein? Und das, obwohl Miroslav Klose sich verletzt abgemeldet hat? Ich verstehe das nicht. Nichts gegen Mario Gomez, dem ich seinen Einsatz nach seiner Bankdrücker-Rolle beim FC Bayern München von ganzem Herzen gönne. Doch, was passiert, wenn Gomez sich verletzen sollte? Dann haben wir keinen Stürmer mehr dabei! Zudem fehlen Offensivspieler wie Mario Götze oder Marco Reus, der schon einmal als Stoßstürmer agierte, ohnehin gegen Ribery und Co. Gut, Lukas Podolski und Andre Schürrle sind auch im Aufgebot, aber die beiden fühlen sich auf dem Flügel wesentlich wohler. Hm, ich wundere mich sehr und drücke Kießling mein Bedauern aus. Er hätte endich seine Chance verdient gehabt. Und das nicht nur, weil er schon wieder 13 BL-Tore gmacht hat.
Montag, 4. Februar 2013
Europol hat ermittelt, viele bekannte Namen zittern
Das ist eine echte Hammernachricht, die uns da aus dem niederländischen Den Haag erreicht. 425 Spieler, Schiedsrichter und Offizielle sollen insgesamt 380 Spiele manipuliert haben, darunter auch Begegnungen in der UEFA Champions League oder der WM-Qualifikation. Wahnsinn, das schockiert und doch überrascht es nicht. Nicht wirklich, denn immer wieder gab es Verdachtsmomente, seltsame unbemerkte Vorgänge - auf und abseits des Platzes - oder derart seltsame (Eigen)Tore, bei denen man sich schon manchmal an die Stirn fassen beziehungsweise noch ein Bier zur Verdauung zu sich nehmen musste. Die 380 aufgedeckten Fälle sollen bereits von 2008 und 2011 passiert sein, auch in Deutschland wurde beschissen. "Das ist ein trauriger Tag für den europäischen Fußball. Für uns steht
fest, dass es sich um den größten Fall aller Zeiten in diesem Bereich
handelt. Die Manipulationen haben einen Stand erreicht, wie wir ihn noch
nie hatten", sprach Europol-Direktor Rob Wainwright Klartext. "Wir konnten zum ersten Mal beweisen, dass die organisierte Kriminalität
in der Fußballwelt operiert." Bis zu 100.000 Euro pro Spiel sollen gesetzt worden sein, vor allem in Asien und Afrika wurde mit Bestechungsgeldern gearbeitet. Aber auch in Europa und eben hier in Deutschland sollen Gelder geflossen oder verbotene Substanzen benutzt worden sein. Es kursieren seit Jahren Gerüchte, dass zwei spanische Top-Vereine bei einem gewissen Dr. Fuentes zur Kundschaft gehören. Ein Schelm, wer bei einem gewissen Eigentor vom Wochenende Böses denkt. Quo vadis, lieber Profifußball?
Samstag, 2. Februar 2013
Zwei richtig interesssante Personalien sind das
Was haben Hoffenheim und Paris gemeinsam? Hm, vermutlich von der Größe, der Architektur und dem städtischen Flair mit Sicherheit nicht viel. Oder aber, vermutlich eher gar nichts. Aber sportlich haben beide Orte (sorry für diesen Ausdruck rüber an die Seine) einiges gemeinsam, zumindest, was den Fußball angeht. Beide tätigten vor zwei Tagen zwei spektakuläre Wechsel. Natürlich kann man den zu Paris St. Germain gehenden Weltstar David Beckham nicht mit dem brasilianischen Torhüter Heurelho Gomes vergleichen, aber die beiden Wechsel haben schon eine gewisse Parallele. Denn bei beiden Transfers spielen nicht unbedingt rein sportliche Gründe eine Rolle. Denn der 37-jährige Beckham kommt in erster Linie bis 30. Juni in die französische Metropole, um weitere Großinvestoren anzulocken sowie den Trikotverkauf noch weiter anzukurbeln. Und Gomes? Der soll bei der TSG 1899 Hoffenheim den Druck von Ex-Nationalkeeper Tim Wiese nehmen und diesen in den kommenden Wochen als neue "Nummer eins" im Kraichgau ablösen. Mal schauen, ob das der TSG wieder zurück in die Spur hilft. Natürlich ist die Medienschelte gegenüber dem Ex-Bremer zu krass ausgefallen, aber der prominenteste Transfer des vergangenen Sommers machte einige Fehler. Und - er muss sich nun einmal an seinen Assagen messen lassen. Denn auch er sagte, dass er mit 1899 in die Champions League möchte. Da ist St. Germain längst mit von der Partie und wird mit Top-Flankengeber David Beckham sicher noch für Furore sorgen - also, falls er wirklich spielt. Aber davon kann man schon ausgehen.
Freitag, 1. Februar 2013
Wenn man mit einer Vermutung richtig liegt
"Ich bin zuversichtlich, dass die beiden Stars auch den heutigen Abend
prägen können und werden. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass sich
in sieben Stunden jemand in den Vordergrund spielt, mit dem wir alle
jetzt noch nicht rechnen." Das habe ich vor zwei Tagen morgens geschrieben, als ich den "el clasico" ankündigte. Und, was soll ich sagen, ich lag mit meiner Einschätzung wieder einmal richtig. Ich darf noch einmal an die EM-Nominierung von Ilkay Gündogan erinnern! Denn Cristiano Ronaldo und Lionel Messi hatten im Halbfinal-Hinspiel des spanischen Pokals, der "Copa del Rey" starke Momente, auch wenn es zum gerechten 1:1-Endstand für beide nicht zu einem Treffer reichte. Aber - und das ist viel schöner - meine andere Prognose ging voll und ganz auf. Denn es spielte sich im ewig jungen Duell der Dauerrivalen ein junger Mann in den Vordergrund, den ich vorher gar nicht auf dem Zettel hatte. Um ehrlich zu sein: Ich kannte den 19-jährigen Franzosen gar nicht, der nach einer Freistoß-Flanke von Mesut Özil per Kopf in der 81. Minute für den Ausgleich der "Königlichen" von Real Madrid verantwortlich war. Er hört auf den Namen Raphaël Varane, kommt aus Lille und hat Wurzel auf Martinique, der traumhaft schönen Insel in der Karibik. Der junge Mann ist seit Sommer 2011 in Madrid und kam im Klassiker auch zum Einsatz, weil bewährte Kräfte wie Sergio Ramos oder Pepe fehlten. "Dieses Spiel werde ich nie vergessen", sagte der Jungstar hinterher. Und ich verspreche, dass ich mir seinen Namen in Zukunft merken werde. Ich glaube, dass wir noch öfter von ihm hören werden - ganz sicher.
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