Das ist sie also nun gewesen, die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko. Ich habe nicht alle Spiele verfolgt und viel weniger Partien gesehen als bei vergangenen Turnieren. Aber: Was ich mit Wohlwollen gestern am TV miterlebt habe, war dieser Turnierausgang. Denn für mich sind die Spanier mehr als nur ein verdienter Sieger. Und das gegen den Titelverteidiger aus Argentien. Der hinterließ bei mir keinen besonders guten Eindruck. Denn die Südamerikaner um Superstar Lionel Messi waren aus meiner Sicht eher darauf aus, das Spiel zu zerstören als ernsthaft daran teilzunehmen. Eigentlich war ja nur Spanien am Ball und versuchte, diese eine entscheidende Lücke zu finden. Das gelang Ferran Torres in der 106. Minute der Verlängerung und erst in Minute 120 verbuchten dann auch Messi und Co. ihren ersten Torschuss in der Statistik. Ganz schön wenig. Oder einfach auch zu wenig, um Weltmeister zu werden. Vielleicht hätten sie es in einer anderen Sportart probieren sollen, wie die Ereignisse nach dem Schlusspfiff zeigen. Dem US-Präsidenten hat dieser Kampf(Geist) bestimmt gefallen. Aber mit Fußball hatte das nichts, aber auch gar nichts, zu tun. Herzlichen Glückwunsch - nicht nur nach Madrid - und ein großes Dankeschön an den Fußballgott. Fürs nächste Turnier im Jahr 2030 wünsche ich mir weniger Politik und Show...
Montag, 20. Juli 2026
Dienstag, 10. Juni 2025
Dem deutschen Kader fehlt es an qualitativer Breite!
1:2 im Halbfinale gegen Portugal und 0:2 im "kleinen Endspiel" gegen die Franzosen. Keine Frage. Das war nicht das, was sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor den eigenen Fans erhofft hatte. Ja. weder in München noch in Stuttgart lief es bei der UEFA Nations League wie gewünscht. Zumindest nicht über die volle Distanz. Vor allem die schlechte Chancenverwertung und das mangelnde Defensivverhalten fielen auf. Zu wenig, um Top-Nationen - wie den beiden Genannten, aber auch Spanien - diesen Titel streitig zu machen. Und: Das darf man nicht unter den Teppich kehren: Es fehlten die personellen Alternativen. Denn in der Breite ist die deutsche Auswahl momentan einfach nicht gut genug aufgestellt, um mit den drei Erstplatzierten mitzuhalten. Wenn man bedenkt, wie und wen diese drei Nationen in ihren Spielen (gegeneinander) eingewechselt haben, hat der DFB einiges nachzuholen. Sicherlich ist die eine oder andere Stammkraft ausgefallen. Doch wenn man nächstes Jahr wirklich ein Wort bei der Vergabe der WM mitreden möchte, muss sich vieles noch verbessern. Wenn alle fit sind und noch das eine oder andere hungrige Talent dazukommt, kann das funktionieren.Bundestrainer Julian Nagelsmann hat da einiges zu tun!
Mittwoch, 25. September 2024
Von einer Einsicht, die aus deutscher Sicht zu spät kommt!
Kein Zweifel, dass das Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Heim-EM im Viertelfinale gegen Spanien eine bittere Enttäuschung war. Denn das DFB-Team von Coach Nagelmann legte aus meiner Sicht von Spiel zu Spiel eine Leistungssteigerung hin und war auch gegen den späteren Europameister mindestens auf Augenhöhe unterwegs. Aber es reichte nicht für den Einzug ins Halbfinale, weil man eine Minute vor einem möglichen Elfmeterschießen einen bitteren Kopfballtreffer kassierte. Zuvor hatte es allerdings hitzige Diskussionen um einen vermeintlichen Handelfmeter gegeben - und zwar für das deutsche Team. Auch aus meiner Wahrnehmung heraus, hätte es hier zwingend Strafstoß für die DFB-Auswahl geben müssen. Das wäre vielleicht dann ja der mögliche Siegtreffer für Deutschland gewesen. Doch es kam anders. Dass sich nun allerdings der europäische Fußballverband - die UEFA - da quasi hinstellt beziehungsweise zitieren lässt, es sei ein Fehler gewesen und man den Strafstoß hätte geben müssen, ist schon mehr als fragwürdig, wenn nicht sogar ein Skandal. Doof aus deutscher Sicht nur, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann. Aber ich bin und bleibe davon überzeugt, dass die Deutschen bei einem Weiterkommen richtig gute Chancen auf den Titel gehabt hätten. Sie haben stark gespielt...
Montag, 15. Juli 2024
Spanien ist neuer Rekord-Champion - England trägt Trauer!
Der neue Europameister heißt Spanien - und das geht aus meiner Sicht auch in Ordnung so. Sicherlich hätte ich insbesondere Harry Kane diesen großen Titel gegönnt. Doch der Stürmerstar des FC Bayern München muss weiter auf einen Pokal warten. Mal schauen, was sein Arbeitgeber aus der bayrischen Landeshauptstadt so auf den Rasen zaubern kann. Es sollte ja aus FCB-Sicht 2024 / 2025 besser werden nach dem ersten titellosen Jahr seit 2012. Beeindruckt hat mich dieses neue Spanien, in dem die Mischung zwischen "alten Recken" und "jungen Wilden" besonders gut geklappt hat. 2:1 hieß es für Nico Williams und Co., den ich im Endspiel gegen die Briten noch einen Tick stärker gesehen habe, als das Wunderkind Yamal. Die Engländer verloren somit als erstes Team überhaupt ein zweites EM-Finale hintereinander. Aber man muss - und das sollte nicht vergessen werden - auch erst einmal zweimal in Folge ins Endspiel kommen. Dass die Art und Weise nicht jeden begeistert hat, gehört natürlich auch dazu. Auch ich hätte von Beginn an ein anderes Auftreten der Southgate-Elf erwartet. Aber am Ende sind es im Profifußball oft nur Kleinigkeiten, wie auch das spanische Viertelfinale gegen die deutsche Nationalmannschaft gezeigt hat. Für mich waren die Deutschen und die Spanier die beiden besten Mannschaften im Turnier. Schade nur, dass man sich bereits so früh begegnete. Glückwunsch nach Spanien und bis 2026...
Sonntag, 7. Juli 2024
"Zwei Jahre warten, um Weltmeister zu sein!"
Schade, aber so brutal kann dieser Sport sein. Deutschland ist bei der Heim-EM durch ein spätes Tor der Spanier in Minute 119 der Verlängerung ausgeschieden. Und das, nachdem die Mannschaft von Julian Nagelsmann wirklich alles gegeben und ihr Herz auf dem Platz gelassen hat. Wahnsinn, was für eine Leistung. Oder soll man eher "Leistungssteigerung" dazu sagen. Denn man darf ja nicht vergessen, wo die deutsche Nationalmannschaft im November des vergangenen Jahres noch stand. Klar, es sah personell ganz anders aus. Der Bundestrainer hat um den zurückgekehrten Toni Kroos inzwischen eine echte Einheit geformt, die mehr verdient gehabt hätte, als die "Runde der letzten acht". Doch es sollte einfach nicht sein, weil man defensiv zwar richtig gut stand, aber zweimal nicht eng genug dran war. Und in der Offensive ließ man abermals etwas zu viel liegen, was sich eben in einem K.O.-Spiel meistens rächt. Ob das nun ein Strafstoß war oder eben nicht - geschenkt. Wir können ers aus deutscher Sicht trotz einer unglaublich gut laufenden Petition nicht mehr ändern, so bitter das nun einmal ist. Gerade deshalb, weil dieses Team richtig Spaß gemacht hat und Größen wie Kroos, Thomas Müller oder Manuel Neuer mehr verdient gehabt hätten. Deshalb gefällt mir die Aussage von Nagelsmann umso besser, der den WM-Titel in zwei Jahren als klares Ziel formuliert hat. Nun, warum eigentlich nicht. Auch ohne Kroos möglich...
Dienstag, 2. Juli 2024
Ein Wechselbad der Gefühle und jetzt der Kracher!
Was war das nur für ein Spiel aus deutscher Sicht gegen die Dänen im Achtelfinale der UEFA Euro 2024. Ja, da war nun wirklich alles drin und die Partie hätte in beide Richtungen kippen können. Bis, ja bis die deutsche Nationalmannschaft auch ein bisschen Glück hatte, selbst profitierte und sich in einen sogenannten "Flow" spielte. Den brauchen die Männer um Kapitän Ilkay Gündogan nun auch am Freitag gegen das bisher recht überzeugende Spanien im Viertelfinale. Nun, da muss wohl alles passen. Die Arbeit gegen den Ball, die Kreativität in der Offensive und die Stimmung auf den Rängen. Und erst recht der Torabschluss. Stimmung sollte auf jeden Fall vorhanden sein, denn auch die Spanier sind gute Sänger. Und was mag eigentlich am Freitag ab 18 Uhr in den einschlägigen Lokalen auf der Deutschen liebster Insel los sein - ganz egal, wie es ausgeht. Obwohl Spanien bisher einen sehr stabilen Eindruck macht, traue ich den Deutschen in diesem Duell viel zu. Denn so nah war die DFB-Elf schon lange nicht mehr dran, um etwas Großes zu erreichen. Im Halbfinale würde ein Duell mit Frankreich oder Portugal warten, die bisher nicht wirklich in der besten Form sind...
Freitag, 2. Dezember 2022
Das nächste Vorrunden-Aus bei einer WM steht fest
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist zum zweiten Mal in Folge bei einer Weltmeisterschaft nicht über die Vorrunde hinaus gekommen. Für die deutsche Fußballnation eine echte Katastrophe und doch habe ich Unterschiede im Vergleich zum 2018er-Turnier in Russland gesehen. Denn die Mannschaft von Kapitän Manuel Neuer hat sich nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Japan gewehrt und insbesondere im Duell mit Costa Rica alles versucht und reingeworfen beziehungsweise - wie es Thomas Müller sagen würde - "das Herz auf dem Platz gelassen". Einzig die Chancenverwertung ließ - trotz vier Treffern - abermals mehr als nur zu wünschen übrig und die Abwehr blieb - trotz einiger Umstellungen - in Summe zu wacklig, gar keine Frage. Dass dann allerdings auch noch die von vielen erwartete Schützenhilfe der Spanier ausblieb, passte wie die Faust aufs Auge zu den Auftritten der DFB-Elf, die unter dem Strich nicht effektiv und mitunter zu körperlos auftrat und gegen die Japaner viel zu früh in den Verwaltungsmodus schaltete, Ja, es liegt viel Arbeit vor Bundestrainer Flick - also mentaler Natur.
Montag, 28. November 2022
Die Hoffnung aufs Weiterkommen lebt plötzlich wieder auf
Dass im Sport immer alles möglich ist, hat uns der gestrige Tag aus deutscher Sicht wieder einmal gezeigt. Denn dank eines verdienten 1:1-Unentschiedens gegen das von vielen als übermächtig eingeschätzte Spanien, hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der umstrittenen WM im Wüstenstaat Katar plötzlich wieder nicht ganz so schlechte Aussichten aufs Weiterkommen - sprich den Einzug ins Achtelfinale. Und: Das ist aus meiner Sicht aus verdient, dass man sich diese Chance erarbeitet hat. Gut, es war auch Schützenhilfe von Costa Rica gegen Japan mit dabei. Aber der couragierte Auftritt der Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick gegen den Weltmeister von 2010 macht Hoffnung darauf, dass ein "zweites Russland" verhindert werden kann. Ich freue mich insbesondere auch für Niclas Füllkrug, der sich dieses Tor und seine Kadernominierung hart erarbeitet hat. So möchten wir unsere Kicker auch gegen die Südamerikaner noch einmal sehen - nicht schön, aber kampfbetont und gallig spielen; das ist abermals angesagt. Das Zeug dazu hätten die Spieler um den starken Kapitän Neuer ja allemal...
Donnerstag, 24. November 2022
Herbe Enttäuschung für das DFB-Team zum WM-Auftakt
Fassungslos, völlig bedient und kopfschüttelnd saßen sie da, die Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unmittelbar nach dem Abpfiff des ersten Spiels beim Turnier in Katar. 1:2 hatte die DFB-Auswahl gegen ein tapfer kämpfendes und sich nie aufgebendes Japan verloren - und das aus meiner Sicht auch verdient. Denn - wie schon so oft - hatte es die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick schlicht und einfach verpasst, für die vorzeitige Entscheidung zu sorgen. Chancen dafür gab es schließlich genug! Und - mit Verlaub - gegen die Auswahl aus Fernost muss das eigentlich auch reichen. Doch es kam anders, weil die DFB-Jungs pomadig spielten, keine Lösungen mehr fanden und so gut wie keine Zweikämpfe mehr bestritten. Man dachte wohl, dass man das 1:0 über die Zeit schaukeln und Kräfte für das Duell mit Spanien am Sonntag sparen kann. Weit gefehlt, denn jetzt geht es gegen den Weltmeister von 2010 schon um alles. Ja, und das hätte man sich mit weniger Wechseln und mehr Effizienz ersparen können. Es könnte eine Neuauflage von 2018 drohen, obwohl man für's Weiterkommen ja stark genug wäre...