Liebe Leserinnen und Leser, mal ganz ehrlich. Wer von Euch hätte das denn gedacht, hat etwa jemand mit diesem Ergebnis gerechnet? Na, traut sich jemand, die Hand zu erheben und "hier" zu sagen? Hm, niemand. Das wundert mich nicht - frohe Ostern erst einmal! Wahnsinn, was der FC Bayern München da gestern Abend gegen den Hamburger SV gezeigt hat. Nicht nur im Stadion war die Stimmung eine Mischung aus "ausgelassen" und "fassungslos", auch in den Kneipen oder zu Hause auf dem heimischen Sofa rieben sich viele verwundert die Augen. 9:2 - in Worten "neun zu zwei" (!) schlug der kommende Deutsche Meister den Traditionsverein aus dem hohen Norden, hätte bei noch konsequenterer Spielweise sogar noch deutlicher gewinnen können. Klares Indiz, dass die Bayern das auch wollten, zeigt die Einwechslung von Franck Ribery und Thomas Müller nach knapp 65 Minuten beim 7:0-Zwischenstand. Es galt, das Ding zweistellig zu gewinnen oder - bei idealem Verlauf - den Rekord vom 12:0-Erfolg des VfL Borussia Mönchengladbach über Borussia Dortmund (fünf Heynckes-Tore) zu knacken. Doch daraus wurde nichts, auch weil der Gastgeber in der heimischen Allianz Arena wieder einmal Probleme bei Standardsituationen hatte beziehungsweise bekam. Aus zwei Ecken hintereinander machte der "Bundesliga-Dino" zwei Treffer, das erinnerte stark an einen gewissen Eckball am 19. Mai 2012. Da köpfte ein gewisser Didier Drogba ein, der Rest ist bekannt. Juventus Turin wird am Dienstag eine ganz andere Hausnummer, lieber FC Bayern. Rekorde hin oder her!
Sonntag, 31. März 2013
Samstag, 30. März 2013
Manchmal wiederholt sich Geschichte, oder doch nicht?
Ich bin wirklich gespannt, was heute Nachmittag beziehungsweise am Abend so passieren wird. Gefeiert wird ja so oder so nicht - also nicht richtig. Das hat Matthias Sammer, Sport-Vorstand des FC Bayern München, unter der Woche mit Nachdruck angekündigt. Ich bin gespannt, ob sich die Spieler im Fall der Fälle im Hinblick auf Juventus Turin wirklich daran halten. Doch zuerst müsste der Südrivale VfB Stuttgart gegen den (Noch)Meister Borussia Dortmund mindestens einen Zähler holen - und der FC Bayern müsste im Abendspiel (18.30 Uhr, Sky) erst einmal den Hamburger SV schlagen. Beides nicht so unrealistisch, wie ich finde. Heute - einen Tag vor dem Osterfest - ist ein guter Tag, um Geschichte zu schreiben. Denn genau heute vor einem Jahr schaffte der VfB beim BVB eine faustdicke Überraschung, rang dem späteren Titelträger am Ende ein denkwürdiges 4:4-Unentschieden ab. Ein gewisser Julian Schieber machte zwei Tore, die tapferen Schwaben holten einen 0:2- und einen 1:3-Rückstand im Signal-Iduna-Park auf. Gut, der Torjäger hat mittlerweile die Seiten gewechselt, trägt inzwischen das "schwarz-gelbe " Leibchen. Doch das VfB-Eigengewächs wird an alter Wirkungsstätte mit ziemlicher Sicherheit auf der Bank sitzen, Robert Lewandowski wird ab 15.30 Uhr (Sky) stürmen. Mal schauen, was dabei rauskommt. Und die Bayern? Die werden gegen Ex-Spieler Thorsten Fink, der die Nordlichter trainiert, nicht nachlassen, bisher gewannen sie alle Rückrundenspiele. Mal schauen, ob die Serie hält. Falls ja, dann hätte der Rekordmeister die bereits 23. Deutsche Meisterschaft eingefahren!
Donnerstag, 28. März 2013
Von einem, der immer Tacheles redet
Ja, so ist er eben, der gute Matthias Sammer. Der Sportvorstand des FC Bayern München denkt immer nur ans nächste Spiel, will trotz des komfortablen Vorsprungs in der 1. Fußball-Bundesliga vom Titel nichts wissen. Und das, obwohl sein FC Bayern bei einem Sieg gegen den Hamburger SV mit gleichzeitiger Schützenhilfe des VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund zum 23. Mal die Schale als "Deutscher Meister" holen kann. "Unsere Aufgabe ist, gegen den HSV zu gewinnen. Aber danach haben wir nur 72 Stunden Zeit, bis Juve kommt", sagt Sammer, der einst selbst über dem Brenner gegen den Ball getreten hat. Der Deutsche Meister von 2002 war für Inter Mailand aktiv, kennt den italienischen Fußball richtig gut. Er weiß, um die Schwere der Aufgabe gegen die "alte Dame". Doch wissen das seine Spieler auch? Ich bin gespannt, ob sie im Falle des vorzeitigen Titelgewinns am Dienstag in der heimischen Allianz Arena ebenso hungrig sind, wie es der gebürtige Dresdner ist. Er legt nach: "Die Botschaft lautet: Unser eigener Qualitäts-Anspruch muss wieder im
Mittelpunkt stehen. Zuletzt waren unsere Leistungen zu unbeständig", analysiert Sammer. "Die
Ergebnisse waren gut, außer gegen Arsenal. Man kann nicht eine ganze
Saison immer auf einem Top-Level spielen, das ist menschlich. Aber seit
dem Pokal-Viertelfinale gegen Dortmund haben zwei bis drei Prozent gefehlt von
dem Spiel, das uns bis dahin ausgezeichnet hatte", erklärte er der BILD. Genau diese zwei, drei Prozent könnten gegen Juventus Turin entscheidend sein. Also, liebe Bayern - bitte hört besser auf Euren Boss!
Mittwoch, 27. März 2013
Ein Hauch von "Schweden" kommt dann doch auf
Ja, ich muss es zugeben - und das ohne lange zu überlegen. Das war schon ganz gut, was die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Kasachstan gestern Abend in der WM-Qualifikation gezeigt hat. Ja, vor allem die erste Halbzeit war ganz großes Kino, eine Chance jagte die andere. Das Konzept von Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw ging auf, der Götze, der Reus oder der Özil fanden immer eine Lücke im dichtgestaffelten Abwehrverbund der kasachischen Auswahl. Aber - und das war ebenfalls klar zu sehen - gegen einen vergleichsweise kleingewachsenen Gegner hätte uns ein echter Brecher im Sturm gut zu Gesicht gestanden. Einer, der sich mit seinen körperlichen Fähigkeiten (auch im Luftkampf) entscheidende Vorteile erspielt. So einer wäre Mario Gomez gewesen, der leider - ebenso wie Miroslav Klose - verletzt fehlte. Aber ein gewisser Stefan Kießling kann oder könnte das auch - doch er darf ja nicht mittun im Trikot mit dem Adler auf der Brust. Besonders im zweiten Durchgang, als nach einem fatalen Patzer von Manuel Neuer (alles Gute zum 27. Geburtstag an dieser Stelle!) etwas die Ordnung verloren ging, wäre bei Standards ein langer Kerl gut gewesen. Doch die Deutschen haben noch einmal die Kurve gekriegt, Marco Reus sorgte in der Schlussminute für den verdienten 4:1-Endstand. Jedoch sind die Kasachen nicht Brasilien, Spanien, Argentinien, Frankreich oder Italien - das steht nun einmal fest!
Dienstag, 26. März 2013
Und wieder wird ohne echten Stürmer gestürmt
Ja, diese Diskussionen werden nie verstummen und auch ich mache hier wieder einmal ein Fass auf. Denn auch heute Abend (20.45 Uhr, ARD) geht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ohne echten Stürmer ins Spiel. Gegner in der WM-Qualifikation ist - wie schon am Freitag in Astana - erneut Kasachstan. Schade, dass Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw den bärenstarken Stefan Kießling einfach nicht holen will. Und das, obwohl Miroslav Klose noch immer verletzt fehlt und Sturmrivale Mario Gomez nun endgültig angeschlagen abgereist ist. Gerade gegen einen - sorry, liebe Kasachen - nicht ganz so starken Gegner hätte man "Kies" ohne großes Risiko bringen können. Aber nein, der Bundestrainer verwehrte dem Angreifer von Bayer 04 Leverkusen diese Chance. Stattdessen wird er es wieder mit Mario Götze in der Spitze versuchen, nominierte Marcell Jansen (HSV) und den Gladbacher Patrick Herrmann nach. Ich finde das nicht in Ordnung, auch wenn der Erfolg Löw Recht gibt. Noch, denn gegen die Großen der Branche brauchen wir gelernte Stürmer mit gewissen körperlichen Voraussetzungen und keine kleinen Wirbelwinde. Ja, Messi spielt das in Barcelona und in der argentinischen Auswahl auch - doch er hat bei Barca David Villa vor sich und bei den Argentiniern ist noch ein gewisser Gonzalo Higuain oder ein gewisser Angel Di Maria mit dabei. Also, lieber "Jogi" hol' endlich den Kießling mit dazu - spätestens zur WM 2014. Da brauchen wir nunmal Alternativen zu Klose und Gomez!
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