Samstag, 15. Dezember 2012

Wenn sich einer ganz energisch zu wehren weiß

Was war da nicht alles im Vorfeld geredet, gefachsimpelt und schon einmal (vor)gerechnet worden. Und, was war? Am Ende kam es ganz anders, als von so manchem Experten prognostiziert. So ziemlich alle hatten auf einen (klaren) Bayern-Sieg gegen den VfL Borussia Mönchengladbach gesetzt, erwartet hatte ich das eigentlich auch. Am Ende trennte sich der FC Bayern München in der - wie immer - mit 71.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena von den Borussen 1:1-Unentschieden und verpasste somit seinen eigenen Rekord zur Winterpause aus der Saison 2005/06. Und warum? Ganz einfach deshalb, weil an Gladbachs überragendem Torhüter Marc-Andre ter Stegen einfach kein Vorbeikommen war. Selbst Torgarant Mario Gomez schaffte nach seiner Einwechslung nach einer Stunde nicht den ersehnten Treffer, auch der zusätzlich gebrachte Claudio Pizarro blieb blass. Die "Fohlen" verteidigten mit Mann und Maus, auch der quirlige Xherdan Shaqiri konnte nicht zu seinen gefürchteten Dribblings ansetzen. Dass auch Toni Kroos einen gebrauchten Tag erwischte, schwächte den deutschen Rekordmeister zusätzlich. Ich kann mich nur wiederholen, in dem ich gegen solche Gegner ein offensiveres 4-4-2-System fordere. Für was braucht man gegen defensiv ausgerichtete Kontrahenten zwei "Sechser"? Warum muss sich ein Mittelstürmer in der tief stehenden Viererkette alleine behaupten? Nur gut, dass der FC Bayern einen so großen Vorsprung auf die Konkurrenz hat. Sonst wäre es bei der FCB-Weihnachtsfeier heute Abend sicherlich nicht ganz so besinnlich zugegangen.

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