Thomas Tuchel ist also der neue Nationaltrainer der "Three Lions" ab 1. Januar 2025. Was ich für eine recht spannende und sehr interessante Wahl halte, stößt auf der britischen Insel nicht nur auf uneingeschränkte Gegenliebe. Dabei hat der gebürtige Augsburger doch beim FC Chelsea gezeigt, dass er es kann und nach beziehungsweise zu England passt. Dass beim FC Bayern München nicht alles nach Wunsch verlaufen ist, hatte mehrere Gründe - und sicherlich war nicht nur Tuchel an der tittelosen Saison schuld. Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass er - trotz seiner deutschen Herkunft - bei der englischen Nationalmannschaft einiges bewegen und Dinge in die aus britischer Sicht gewünschte Richtung lenken kann. Denn der englische Kader ist, wenn alle fit sind, einer der besten der Welt. Und mit guten Einzelspielern konnte Tuchel schon immer umgehen. Er hat es ja bei Paris auch geschafft, Diven wie Neymar Jr. oder Mbappe mitzunehmen oder sie zumindest bei Laune zu halten. Besonders gespannt bin ich auf das erste Duell mit Deutschland und Julian Nagelsmann - und wenn's bei der WM 2026 ist. Das wäre schon eine tolle Sache, sehr gerne im Endspiel.
Samstag, 19. Oktober 2024
Lasst das den Mann doch erst einmal machen!
Dienstag, 14. Mai 2024
Eine ungewöhnliche Nominierung und eine "Rolle rückwärts"!
Zunächst einmal: Schade, dass es mit der Neuauflage eines deutschen Endspiels in der UEFA Champions League nichts geworden ist. Denn das nötige Matchglück, das der BVB zweifelsohne hatte, haben die Bayern gegen die "Königlichen" von Real eben nicht gehabt. Und: Man leistete sich den einen oder anderen individuellen Fehler obendrauf. Kann passieren und auch der Schiedsrichter war eben nicht fehlerfrei. Schwamm drüber und hoffen, dass Dortmund noch einmal einen raushauen kann - alleine schon für die Legenden Hummels und Reus wäre das wünschenswert. Aber: Das Leben ist leider kein Wunschkonzwert und so muss ich mich gerade sehr über die völlig neue Form der deutschen Kadernominierung für die Heim-EM ab Mitte Juni wundern. Auf der einen Seite recht kreativ, aber zugleich auch fast schon "too much". Immer wieder ein Name auf unterschiedlichsten Kanälen, schon seltsam irgendwie. Seltsam oder eher kurios sieht es ja auch bei der Trainerfrage beim FC Bayern aus. Plötzlich ist sogar ein Verbleib von Thomas Tuchel durchaus möglich. Zugegeben: Ich dachte auch immer wieder, dass das nicht passt und die so frühe, vorzeitige Trennung der richtige Schritt ist. Aber in den vergangenen Wochen sieht es so aus, als würden sich der Coach und das Team nun besser "verstehen". Es hat eben dieses Mal (mehr) Zeit gebraucht. Da ist etwas entstanden und könnte (weiter)wachsen. Und das vor allem dann, wenn der Rekordmeister kommende Saison weniger Sorgen mit ständigen Verletzungen und neues, frisches Blut im Kader hat. Außerdem hätte sich niemand ausdenken können, dass Bayer Leverkusen solch eine Saison hinzaubert. Schließlich holten die Bayern ja gar nicht so wenig Punkte, wenn man es mit den vergangenen Spielzeiten vergleicht. Warum also nicht noch einmal vorne anfangen...
Freitag, 8. März 2024
Die Wende zum Guten oder nur ein Strohfeuer?
Das 3:0 im Rückspiel des Achtelfinals der UEFA Champions League hat dem FC Bayern München - und insbesondere seinem Selbstverständnis - richtig gut getan. "Sie können es ja doch noch?!" werden viele Fans und Kenner der Szene gesagt oder zumindest gedacht haben. Aber war das nun das von vielen erhoffte Comeback im Saisonendspurt oder nur ein kurzes Strohfeuer? Ich weiß es nicht, um ganz ehrlich sein. Denn bei der Qualität im Kader des deutschen Rekordmeisters, der im April oder Mai entthront sein dürfte, waren die "Leistungen" in den vergangenen Wochen und Monaten ohnehin ein einziges Fragezeichen. Auch ich habe oft darüber spekuliert, ob eine vorzeitige Trennung von Coach Thomas Tuchel Sinn machen könnte. Aber ob das bei der engen Taktung der Spiele so viel gebracht hätte? Wohl eher kaum. Vielmehr sollte es darum gehen, dass die Bayern wieder mit ihrem "Mia san mia" in die Begegnungen gehen - ganz egal, was die Tabelle sagt, wer da auch der anderen Seite des Spielfeldes oder an der Seitenlinie steht. Und im Sommer? Nun, da muss ein Umbruch im Kader her, gar keine Frage. Und es braucht einen Trainer, der den Bayern nichts mehr beibringen möchte, sondern die fertigen Stars entsprechend gut bei Laune hält.
Mittwoch, 5. April 2023
Neuer Trainer - aber der gleiche "alte Alltagstrott"?!
Nach dem kleinen und von vielen erwarteten Zwischenhoch in der Bundesliga gegen die Borussia aus Dortmund, ist der FC Bayern München im eigenen Stadion in der Nachspielzeit des DFB-Pokalviertelfinals gegen den SC Freiburg, unsanft aber - und so ehrlich muss man an dieser Stelle sein - nicht ganz unerwartet auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Zum dritten Mal hintereinander findet das Finale in Berlin ohne den deutschen Rekordmeister statt, der unter Julian Nagelsmann vom Triple träumte und diesen Wunsch unter dem gerade erst installierten Thomas Tuchel nochmals klar kommunizierte. Doch - und das war gestern Abend im Stadion und am Fernseher nicht zu übersehen - die Bayern hatten nicht wirklich die passenden Lösungen parat. Man dominierte zwar und erarbeitete sich gute Aktionen, aber eben keine zwingenden Chancen, weil die Südbadener in der bayrischen Landeshauptstadt die Räume geschickt verdichteten und aufopfernd füreinander kämpften. Diese Leidenschaft ließen Teile der Bayern-Elf inklusive der eingewechselten Joker mitunter vermissen, sodass Freiburg verdient im Halbfinale steht. Denn auch der Strafstoß war regelkonform, hätte aber vom FC Bayern schon in der Entstehung verhindert werden können und müssen. Da hat Tuchel noch viel zu tun, denn schon ab der kommenden Woche könnte die nächste Titelchance vorzeitig weg sein. Ja, City ist ein Brett...
Samstag, 25. März 2023
Nagelsmann ist freigestellt - Tuchel der neue starke Mann!
Ja, so etwas gibt's wohl wirklich nur beim FC Bayern München. Während es an der Säbener Straße aufgrund zahlreicher Abstellungen zu den Nationalmannschaften deutlich ruhiger geworden ist und auch Trainer Julian Nagelsmann etwas Entspannung und Ruhe beim Skilaufen im Zillertal gesucht hat, rauchten in der Chefetage des deutschen Rekordmeisters die Köpfe. Die Herren Hainer, Kahn und Salihamidzic wollten nach der aus FCB-Sicht bitteren, aber verdienten, Niederlage bei Bayer Leverkusen etwas verändern. Nun, soweit so gut - es steht eben richtig viel auf dem Spiel - und damit sind nicht nur zahlreiche Millionen der Sponsoren gemeint. Nein, es geht auch um die sportlichen Ziele, da man natürlich gerne am Saisonende das Triple feiern möchte. Ist ja noch alles machbar, denn im Pokal und in der Champions League steht man im Viertelfinale. Dass man in der Bundesliga im neuen Jahr aber zehn Zähler auf den BVB einbüßte und vor dem Gipfeltreffen am 1. April einen Punkt hinter der Borussia liegt, schmeckte der FCB-Führung nicht wirklich. Also stellten sie Trainer Nagelsmann frei, der eigentlich noch Vertrag bis 30. Juni 2026 hat und mit dem man ja eine Ära prägen wollte. Was da also genau vorgefallen ist, weiß man nicht, aber aus sportlichen Gründen macht dieser Schritt wenig Sinn. Lag es also an der Maulwurf-Affäre, der Beziehung von Nagelsmann zu einer Bild-Reporterin oder ist der junge Coach den Vorständen zu meinungsstark? Könnte gut sein. Die Frage ist nur, wie das jetzt mit Thomas Tuchel funktioniert, der noch viel selbstbewusster auftritt und bis 30. Juni 2025 unterschreibt. Ganz zu schweigen von den vielen Millionen, die das kostete und noch kosten wird.
Montag, 25. Januar 2021
Entlassungen bei der Hertha und dem FC Chelsea
Der FC Chelsea London hat ebenso die Reißleine gezogen, wie es tags zuvor Hertha BSC Berlin getan hat. Denn während in der deutschen Hauptstadt sowohl Trainer Bruno Labbadia als auch der langjährige Manager Michael Preetz gehen mussten, hat es an der Themse nun also Frank Lampard erwischt. Dieser muss seinen Stuhl bei den "Blues" räumen und wird - das scheint nur noch Formsache zu sein - von Thomas Tuchel ersetzt, der zuletzt in Paris gegangen worden ist. Sehr interessant finde ich. Denn ich bin gespannt, ob Tuchel mit seiner Art auf und abseits des Platzes besser auf die Insel als nach Frankfreich passt und er dort - langfristig gesehen - ein besseres Standing erreicht. An der Spree wird ebenfalls ein alter Bekannter zurückgeholt, der zuletzt im Juniorenbereich der "alten Dame" arbeitete. Pal Dardai übernimmt das Amt, vorerst bis zum Saisonende, ebenso wie Arne Friedrich, der für Preetz nun in der Verantwortung stehen wird. Was beide Klubs verbindet? Sie haben Inevestoren, die mit großen Summen Geld an schnellem Erfolg interessiert sind. Doch es gilt aus meiner Sicht nach wie vor: Geld ist wirklich nicht alles!