Es hat sich abgezeichnet und nun ist es (quasi) offiziell: Julian Nagelsmann wird von seinem Amt als Nationaltrainer der deutschen Fußballer zurücktreten. Eine für mich logische Folge von und aus der jüngsten WM-Blamage einer Mannschaft, der ich wesentlich mehr zugetraut hätte beim Mammut-Turnier über dem großen Teich. Aber es reichte nur für das Sechzentelfinale. Und zum peinlichen Ausscheiden gegen Paraguay nach Elfmeterschießen. Die erste Niederlage für die DFB-Auswahl überhaupt vom Punkt bei einer Weltmeisterschaft. Auch das ist ein neuer, wenn auch gleich trauriger Rekord. Insgesamt verschoss die Nationalmannschaft in ihrer WM-Geschichte gerade einmal vier Elfer. Und drei davon eben am Montag gegen die Südamerikaner, die sich nun am Samstag mit Top-Favorit Frankreich messen dürfen. Nach dem bitteren EM-Aus von vor zwei Jahren sagte Nagelsmann, dass es nun bitter sei, zwei Jahre zu warten, um Weltmeister zu werden. Genau dieses Selbstbewusstsein war in den vergangenen Wochen und Monaten fehl am Platz. Ein bisschen mehr Demut hätte dem jungen Mann sehr gut getan. Und auch in der Kommunikation nach außen muss er noch dazulernen, gar keine Frage. Ich halte ihn keinesfalls für einen schlechten Coach. Aber es fehlt an der nötigen Gelassenheit und Reife. Eben auch im gegenseitigen Umgang mit Spielern, Verantwortlichen und den Medien. Da sehe ich den Wunschkandidaten Jürgen Klopp im Vorteil. Auch Pep Guardiola hätte ich als Nachfolger spannend gefunden. Es darf und muss nur noch nach aktueller Leistung gehen...
Freitag, 3. Juli 2026
Dienstag, 10. Januar 2023
Gareth Bale gibt sein internationales Karriereende bekannt
"Endlich Zeit zum Golfspielen" machte sofort die Runde, als der walisische Superstar Gareth Bale gestern sein Karriereende verkündete. Nun, dass Bale seinem Hobby gut und gerne nachgegangen und auf seinem Anwesen in Madrid sogar einen eigenen kleinen Platz hatte, weiß man. Aber dennoch möchte ich mich entschieden dagegen wehren, dass der Nationalheld von der kleinen britischen Insel seinen Job als Fußballprofi nicht allzu ernst genommen hat. Denn da sprechen seine zahlreichen Titel und schönen Tore - insbesondere im Trikot der "Königlichen" - eine ganz andere Sprache. Auch bei Southampton, für Tottenham und zuletzt in Los Angeles sorgte der Waliser für Furore und beackerte die offensive Außenbahn. Ich muss sagen, dass ich ihm immer gerne zugesehen habe und es mir ziemlich egal war, was er in seiner Freizeit tat. Denn: Wenn er Spielzeit bekam, dann lieferte er ab - und zwar immer. Es ist eben nicht jeder ein geborener Trainings-Weltmeister oder "Ja-Sager". Auch das zeichnet echte Typen aus. Typen, wie Gareth Bale einer ist. Alles erdenklich Gute auf und vor allem auch neben dem Golfplatz!