Ja, das war doch ein richtig intensives und packendes Endspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland! Oder: Wie hat euch das Sechs-Tore-Festival zwischen den Franzosen und Kroatien gefallen? Ich gebe es offen zu, dass ich es dem kleinen Balkanstaat etwas mehr gegönnt hätte, weil ich die Art und Weise, zu kämpfen, zu ackern und den Gegner anzulaufen, einfach beeindruckend finde. Auf der Gegenseite stand jedoch eine derart große individuelle Klasse auf dem Platz, die in diesem Finale vor allem durch eine gnadenlose Effektivität zu gefallen wusste. Doch es gab auch Dinge, die mir in diesem Fight um den goldenen Pokal gar nicht gefallen haben. Zum einen war da der Schiedsrichter mit seinen (Video)Assistenten, der mit krassen Fehlentscheidungen der Partie seinen Stempel aufgedrückt hat. Den Freistoß zum 1:0 durch das Eigentor hätte es nicht geben dürfen, der Elfmeter war auch mehr als zweifelhaft und eine Tätlichkeit von Hernandez an Perisic haben alle (!) Unparteiischen - warum auch immer - übersehen. Naja, aber so ist das eben im Sport. Was ich auch nicht so richtig gelungen fand, war der Kommentar meines TV-Kollegen Bela Rethy. Das kann der ZDF-Mann eigentlich besser. Aber nun gut, Glückwunsch an unsere französischen Nachbarn! Bleibt zu hoffen, dass "Die Mannschaft" genau zugeschaut hat...
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Montag, 16. Juli 2018
Montag, 9. Juli 2018
Die Halbfinalisten bei der WM in Russland stehen fest!
Ja, das waren doch echt vier spannende und mitunter spektakuläre Viertelfinalpartien bei der aktuell laufenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Und: Seit Samstagabend um kurz vor 22 Uhr deutscher Sicht steht fest, dass aus der WM eine EM geworden ist und der neue Champion aus Europa kommen wird. Das hat es bei allen Turnieren noch nie gegeben, dass unter den letzten vier Teilnehmern weder Argentinien, Brasilien oder Deutschland stehen. Am Dienstagabend um 20 Uhr (MEZ) kämpfen unsere Nachbarn aus Belgien und Frankreich um den Finaleinzug, bevor es einen Tag später - gleiche Uhrzeit - darum geht, den zweiten Endspielteilnehmer zu finden. Dort nehmen es die nervenstarken Kroaten mit den selbstbewussten Engländern auf, die plötzlich nicht nur Elfmeterschießen behherschen, sondern darüber hinaus auch wieder einen starken Schlussmann zwischen den Pfosten haben. Deshalb glaube ich an ein Finale zwischen Belgien und England, weil ich diese beiden Mannschaften einen Tick galliger und effektiver erwarte. Beide Teams haben Rückschläge und Druck weggesteckt sowie in brenzligen Situationen Lösungen parat gehabt. Die Franzosen verließen sich zuletzt zu sehr auf Wunderkind Mbappe, während das Glück der Kroaten aufgebraucht sein könnte. Aber: Lassen wir uns einfach überraschen!
Freitag, 6. Juli 2018
Ab heute geht es um den Einzug ins Halbfinale!
So, liebe Sportsfreunde, so langsam geht es bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland um die Wurst. Nur noch acht Mannschaften sind vor den ab 16 Uhr deutscher Zeit (live im ZDF) stattfindenden Viertelfinals noch im Rennen um den WM-Pokal. Gesucht wird also ein Nachfolger für ein desolates Deutschland, das bereits nach der Vorrunde ziemlich sang- und klanglos gescheitert ist - und zwar, bei allem Respekt vor den Gegnern, insbesondere an sich selbst. Los geht's mit der Partie zwischen Frankreich und Uruguay, bevor am Abend (20 Uhr, MEZ, ebenfalls zu sehen im "Zweiten") Brasilien auf Belgien trifft. Morgen sind dann zunächst (beide Begegnungen live in der ARD) ab 16 Uhr Schweden und England an der Reihe, bevor es dann um 8 mit dem Duell zwischen Russland und Kroatien weitergeht. Und, was sind eure Tipps? Wer kommt weiter? Also, ich glaube an Frankreich, Belgien, England und Kroatien. Ja, wirklich. Ich traue unseren Nachbarn gegen die Südamerikaner alles zu - speziell nach dieser moralischen Glanzleistung gegen die Japaner. Doch, egal, wer es dann tatsächlich schafft - ich wünsche mir vor allem vier spannende Partien mit vielen Toren und ohne allzu großes schauspielerisches Talent! Mögen sich die Besseren bitte fair durchsetzen.
Freitag, 17. Juni 2016
"Last-Minute"-Franzosen und schwache DFB-Offensive!
Die Kicker aus dem Gastgeberland der Fußball-Europameisterschaft haben eine neue Waffe entdeckt. Die "Equipe Tricolore" schnürt ihre Gegner bis in die Schlussphase mit gezielten Nadelstichen ein und schlägt dann in allerletzter Minute (und der Nachspielzeit) eiskalt zu. Wie schon im ersten Duell der Gruppe A gegen Rumänien, machte die französische Nationalmannschaft den viel zitierten Sack erst ziemlich spät zu. Dieses Mal mussten tapfer verteidigende Albaner dem Mitfavoriten zum Sieg gratulieren - am Ende unterlag Albanien den Franzosen mit 0:2. Ein solcher "Lucky Punch" wollte dem DFB-Team gegen eine ebenbürtige polnische Auswahl gestern Abend nicht gelingen. Und das auch, weil "Die Mannschaft" nach einer wackligen Defensivleistung gegen die Ukraine dieses Mal in der Offensive ordentlich Luft nach oben hatte. Schön, dass Mats Hummels wieder mitwirken konnte. Aber: Der Neu-Bayer wirkte in einigen Situationen alles andere als souverän - dafür erwischte Abwehrchef Jerome Boateng einen weiteren Sahnetag und hatte seinen Teamkollegen bei den Bayern, Polens Torjäger Robert Lewandowski, total im Griff. Doch: Im Sturm fehlte es den deutschen Adlern an Durchschlagskraft, Geschwindigkeit und taktischer Flexibilität. Warum man Mario Götze mit hohen Flanken fütterte und Joker Mario Gomez mit flachen Zuspielen suchte, habe ich nicht verstanden. Das Positive an dem 0:0 ist, dass es der Weltmeister nach wie vor selbst in der Hand hat. Ebenso wie die Engländer, die das "Bruderduell" mit Wales für sich entschieden. Heute sind dann u.a. wieder die Italiener, die Spanier und die Kroaten an der Reihe. Alle drei können den Einzug ins Achtelfinale bereits perfekt machen. Los geht's ab 15 Uhr - zu sehen im "Zweiten".
Freitag, 13. Juni 2014
Der Gastgeber ist der verdiente, aber recht glückliche Sieger
So, das Auftaktmatch bei der 20. Fußball-Weltmeisterschaft ist vorüber – und das mit einem Ergebnis, das nicht wirklich überraschend gewesen ist. Rein sportlich schätze ich die Brasilianer natürlich stärker ein als die Kroaten, erst recht mit den eigenen Fans im Rücken. Und doch hatte ich den Jungs von Coach Niko Kovac gegen den Mitfavoriten um den Titel etwas zugetraut. Warum? Ganz einfach deshalb, weil Kapitän Thiago Silva und Co. es oft einfach zu genau machen wollen, sich sozusagen gerne und oft „verkünsteln“. Gerade wenn es darum geht, ein Tor zu erzielen. Nun, es kam anders – am Ende hieß es 3:1 für die „Hausherren“ in Sao Paulo. Dass der Schiedsrichter danei einen gehörigen Anteil hatte, möchte ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Denn der zweifache Torschütze Neymar hätte nach einem Ellbogencheck beim Stand von 1:0 für den Außenseiter eigentlich mit der Roten Karte vom Platz gehört. Doch der Unparteiische sah das anders, zückte „nur“ Gelb und schenkte der Selecao sogar noch einen Elfmeter. Nun, ich bin gespannt, wie es weitergeht. Denn wenigstens die Torlinientechnik funktionierte. Heute geht’s weiter mit den Partien Mexiko gegen Kamerun (18 Uhr, ZDF), Spanien gegen Niederlande (21 Uhr) sowie Chile gegen Australien (0 Uhr). Die Neuauflage des Endspiels von 2010 wird sehr spannend!
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