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Mittwoch, 3. Juni 2015

Knapp, knapper, Relegation - Blatter nimmt seinen Hut!

Wahnsinn, was wir da in der Relegation erleben durften beziehungsweise - je nach Fanzugehörigkeit - hinnehmen mussten. Denn gerade die beiden unterklassigen Vereine hatten das Glück in den Entscheidungsspielen nun wirklich nicht auf ihrer Seite. Dabei sah es für beide Mannschaften - für den Karlsruher SC gegen den Hamburger SV und Holstein Kiel gegen den TSV 1860 München - bis in die Nachspielzeit hinein echt gut aus. Bis, ja bis die beiden Außenseiter jäh aus ihrem Traum gerissen wurden. Im Wildparkstadion brachte ein umstrittener Freistoßpfiff in der 90. Minute die Partie zum kippen, auch in der Münchner Arena fiel ein Treffer in der Nachspielzeit. Während der KSC immerhin noch in die Verlängerung konnte oder - je nach Sichtweise - musste, war für die Norddeutschen direkt Feierabend. Dabei hatten sie harmlose "Sechz'ger" im Griff, lagen 1:0 vorne und hatten die eine oder andere Möglichkeit. Doch auch den Kampfeswillen und die Entschlossenheit der "Löwen" muss man loben. Auf ein neues in der nächsten Saison! Glückwunsch an Hamburg, das sich weiterhin Bundesliga-Dino nennen darf. Dafür ist ein anderer "Dino" - oder sagen wir "älterer Herr" - völlig überraschend zurückgetreten. Gestern war's - gerade einmal vier Tage nach seiner Wiederwahl als FIFA-Präsident. Danke dafür, Joseph S. Blatter! Es gilt jetzt, in der Zürcher Zentrale die richtigen Schritte einzuleiten.

Dienstag, 11. November 2014

Wenn sich Zweitligisten in Friedrichshafen messen

Mal schauen, ob es die Jungs vom TSV 1860 München übermorgen besser machen und dort einen Sieg einfahren (können). Denn die Münchner Löwen sind am Donnerstag, 13. November, ab 14 Uhr im Zeppelin-Stadion in Friedrichshafen (Teuringer Straße 2) zu Gast und haben sich dort zu einem Testspiel mit dem Schweizer Zweitligisten FC Wohlen verabredet. Dessen bekanntester Mann ist übrigens der Trainer, der in der Stadt, in der dieser Klub beheimatet ist, geboren ist. Er hört auf den Namen Ciriaco Sforza und dürfte Euch - liebe Fußballfans - natürlich ein Begriff sein. Mit dem 1. FC Kaiserslautern war der Nationalspieler der Eidgenossen in der Bundesliga recht erfolgreich, mit dem FC Bayern München gelang dem heute 44-Jährigen sogar der eine oder andere Titel im internationalen Wettbewerb. Davon ist der Gegner aus der bayerischen Landeshauptstadt, der aktuell wieder von Markus von Ahlen gecoacht wird, soweit weg, wie der Mond von der Erde. Auch gestern im Heimspiel gegen die Fortuna aus Düsseldorf unterlag 1860 am Ende mit 0:1. So wird das nichts mit der langersehnten Rückkehr in die 1. Fußball-Bundesliga. Davon ist auch der 1. FC Nürnberg derzeit weit entfernt und beurlaubte nun den bisherigen Trainer Valerien Ismael. Die "Club-Fans" fordern nun die Rückkehr von Verbeek.

Dienstag, 5. August 2014

Was ein Auftakt-Wochenende im Fußball-Unterhaus!

Diese 2. Fußball-Bundesliga ist doch einfach der Hammer, oder? Einen besseren Auftakt in die neue Saison hätten wir uns doch gar nicht wünschen können, liebe Fußballfreunde. Gut, es sind für meinen Geschmack zu viele Punkteteilungen gewesen und unter dem Strich zu wenig Tore gefallen. Doch alleine das, was uns gestern Abend die "Roten Teufel" vom 1. FC Kaiserslautern und die "Löwen" von 1860 München auf dem Betzenberg angeboten haben, war schlicht und einfach toller Sport. Der Einzige, der an diesem Abend nicht immer ganz auf der (richtigen Entscheidungs)Höhe war, ist leider Gottes ausgerechnet der Unparteiische mit seinen Assistenten gewesen. Da war schon die eine oder andere Entscheidung dabei, die man anders hätte treffen können oder sogar müssen. Jedoch hat der Schiedsrichter nicht fünf Zeitlupen aus drei verschiedenen Perspektiven zur Verfügung, die er gemütlich im Sessel sitzend am TV im heimischen Wohnzimmer präsentiert bekommt. Auch das sei hier nicht unerwähnt! Am Ende jubelten jedenfalls die Gastgeber, 3:2 gewann der FCK - und das nach 0:2-Rückstand und in Unterzahl. Wahnsinn, so etwas passiert doch nur in der Pfalz. Schade für die TSV-Männer aus der bayerischen Landeshauptstadt, die trotz zweier Treffer mit leeren Händen nach Hause kommen.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Junge (und wilde) Trainer braucht das Land, oder wie?!

Der Trend ist klar zu erkennen. Die Profiklubs aus der 1. Und 2. Fußball-Bundesliga setzen auf den Nachwuchs – also im übertragenen Sinne. Denn es landen immer mehr junge Übungsleiter, sogenannte Fußball-Lehrer in der Verantwortung an der Seitenlinie und auf dem Trainingsplatz. Das Paradebeispiel Thomas Tuchel hat es vorgemacht. Und das, obwohl sein Abgang beim 1. FSV Mainz 05 nicht gerade der beste oder einfachste einer solchen Art gewesen ist. Nun, seien wir also gespannt, was zwei „Junge“ aus dem erlesenen Kreis in der kommenden Saison erreichen werden beziehungsweise überhaupt können. Die Rede ist – ganz aktuell – von Ricardo Moniz, der die „Löwen“ des TSV 1860 München übernehmen wird. Schon als Interimscoach verdiente sich der Niederländer seine Sporen, da er vor vier Jahren die Jungs vom Hamburger SV betreute. Noch wesentlich jünger – nämlich ganze elf Jahre – ist Valerien Ismael, ehemaliger Verteidiger aus Frankreich. Er wird den 1. FC Nürnberg übernehmen, betreute zuletzt den VfL Wolfsburg II sowie die Reserve von Hannover 96. Mal schauen, wie es im Frankenland hinhaut. Beide Mannschaften treffen ja zudem aufeinander.

Dienstag, 24. September 2013

Heute Abend heißt es endlich wieder David gegen Goliath

So, liebe Fußballfreunde - weiter geht's. Gester Abend haben uns die Fortunen aus Düsseldorf und die Kicker des FC St. Pauli ja einen tollen Schlagabtausch geboten - viele Nicklichkeiten und ein tolles Tor von Florian Kringe sorgten für ein gerechtes 1:1-Unentschieden. Und das, obwohl die Gastgeber am Millerntor in den Schlussminuten sogar noch in Unterzahl bestehen mussten. Kommen wir zurück zu Kringe. Der schnürte ja einst auch für die Borussia aus Dortmund die Schuhe und war auch schon für den 1. FC Köln am Ball. Sein Ex-Klub muss heute Abend in München ran, wenn der TSV 1860 München in der restlos ausverkauften Allianz Arena auf den BVB trifft. Grund dieses ungleichen Ligaduells ist die zweite Runde im DFB-Pokal, die heute und morgen ausgespielt wird. Ich bin gespannt, ob sich die Münchner "Löwen" gegen einen der Mitfavoriten um den Pott bissig zeigen (können). Immerhin haben sie in Friedhelm Funkel einen Trainer, der sowohl als Coach aber allen voran als Spieler weiß, wie "Pokal geht". Ich möchte an dieser Stelle an das Jahr 1985 erinnern. In diesem Jahr war Stefan Ruthenbeck, Übungsleiter des VfR Aalen, noch ein kleiner Junge. Heute muss er mit den Ostälblern beim VfL aus Wolfsburg ran. Beide Partien werden um 19 Uhr (nur bei Sky!) angepfiffen. Weiter Begegnungen des heutigen Tages sind u.a. die Duelle zwischen Münster und Augsburg, Bielefeld und Leverkusen oder Hamburg gegen Fürth (beide 20.30 Uhr). Mal schauen, ob David den Goliath auch ärgern kann.

Montag, 9. September 2013

Ein neuer Löwen-Dompteur und eine traurige Nachricht

Der TSV 1860 München hat einen neuen Übungsleiter gefunden. Nach der Entlassung des bisherigen Coaches, Alexander Schmidt, werden die "Löwen" ab sofort von Friedhelm Funkel über die Trainingsmanege gescheucht - und das mit einem ganz klaren Ziel. Denn der Traditionsklub aus der bayerischen Landeshauptstadt soll endlich aufsteigen. Die Rückkehr in die 1. Fußball-Bundesliga genießt oberste Priorität beim kleinen Nachbarn des großen FC Bayern München. Ich bin gespannt, was der 59-jährige Rheinländer im Süden der Republik bewegen kann. Dass er einer ist, der sein Fach versteht und das "Aufsteigen" beherrscht, das hat Funkel bereits mit dem MSV Duisburg oder der Eintracht aus Frankfurt bewiesen. Auch als Spieler war der Vater zweier Töchter ein Mann, der es verstand, an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Mal schauen, ob ihm das auch mit beziehungsweise bei 1860 gelingt. Denn ruhiges Arbeiten war bei den "Blau-Weißen" zuletzt eher weniger möglich, es ging auf verschiedenen Ebenen drunter und drüber. Während Friedhelm Funkel wieder eine Aufgabe gefunden hat, verlor unterdessen ein von mir sehr geschätzter Kollege des neuen Löwen-Dompteurs seinen letzten großen Kampf. Wolfgang Frank erlag vorgestern in Mainz einem Krebsleiden. Der 62-jährige Mentor von Jürgen "Kloppo" Klopp wurde nur 62 Jahre alt, er hatte einen Gehirntumor. Wir werden ihn vermissen und sind ihm für so manche Weisheit sehr dankbar. Auch die heutige moderne Abwehrspielart mit der offensiveren Viererkette haben wir ihm zu verdanken. Ruhen Sie in Frieden, lieber Herr Frank.

Dienstag, 20. August 2013

So etwas hat nirgendwo etwas zu suchen

Also manchmal frage ich mich schon, in welchem Jahrhundert wir eigentlich leben? Damit will ich allerdings keinesfalls ausdrücken, dass ich diese Vorkommnisse in einer anderen Epoche in Ordnung fand oder sie gegebenenfalls toleriert hätte. Nein, das mit Sicherheit nicht. Und ich frage mich allen Ernstes, was in solchen Köpfen dieser Menschen vor sich geht? Viel kann es nicht sein! Freunde, hallo, wir leben in einer Zeit, in der wir regelmäßig woanders hin in den Urlaub fahren, gerne lecker italienisch oder griechisch - um nur zwei Beisiele zu nennen - Essen gehen oder aber Kollegen, Freunde und sogar Familienmitglieder aus anderen Nationen haben. Viele von ihnen sind hier geboren, haben einen deutschen Pass. Manche von ihnen beherrschen unsere Sprache besser als einige "echte" Landsmänner. Und dann passiert so etwas mitten in Deutschland, genauer gesagt in München? Ich finde das wirklich zum Davonlaufen, ich schäme mich, es ist mir als Deutscher peinlich. Einen Spieler des FC Ingolstadt derart zu beleidigen und zu beschimpfen, ist einfach nicht zu tolerieren, liebe "Fans" des TSV 1860. Nochmal zum Mitschreiben: Danny da Costa ist in Neuss geboren, er spielte für sämtliche Jugendauswahlen des DFB und lief gerade erst für die deutsche U21 auf. Seine Eltern stammen aus Afrika, genauer gesagt aus dem Kongo und Angola, ja und? Wir mögen vielleicht nicht alle  klitzegleich aussehen, doch wir sind alles Menschen und leben zusammen auf EINER Welt. Mal nachdenken!

Freitag, 8. März 2013

Wenn einer im Machtkampf klein bei gibt

Jetzt hat er also aufgegeben. Dieter Schneider, Präsident des TSV 1860 München, ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Und das, obwohl der Unternehmer aus Dachau im ewig schwelenden Konflikt mit Investor Hasan Ismaik nicht nachgeben wollte. Eigentlich wollte Schneider im Mai erneut um das Amt kandidieren, man habe sich zuletzt mit dem Jordanier angenähert. Hm, dieser kleiner Burgfriede war wohl nur von kurzer Dauer - oder nur für die Öffentlichkeit arrangiert. Es ging um Geld, Personal und Kompetenzen beim Giesinger Traditionsverein, der zumindest sportlich in der 2. Fußball-Bundesliga in vergleichsweise ruhigeren Fahrwassern unterwegs ist. Sogar ein Aufstieg ins Fußball-Oberhaus ist - trotz aller Querelen - noch nicht vom Tisch. "Es sind nur sechs Punkte bis auf Platz drei. Wer die Negativerlebnisse am besten meistert, wird am Ende Dritter", sagt 1860-Coach Alexander Schmidt. Mal schauen, ob Benjamin Lauth und Co. die Unordnung im Verein wegstecken oder beiseite schieben können. Ich kann mir vorstellen, dass sie das schaffen. Aber einfach wird es nicht, schließlich war der scheidende Präsident auch bei den treuesten Löwen-Fans äußerst beliebt. Ob nun der bisherige Vize Otto Steiner das nicht ganz einfache Amt übernehmen wird? Ich bin gespannt, denn er erklärte sofort, dass er dazu nicht bereit sei. Was waren das noch für Zeiten, als die "Sechz'ger" dem FC Bayern ein würdiger Lokalrivale und auch so manchem anderen Konkurrenten ein großer Stolperstein waren - und das mitunter sogar international. Ich würde mich freuen, wenn wir den TSV bald wieder erstklassig bejubeln dürften. Ganz egal, wer dann das Amt des Präsidenten bekleidet.

Freitag, 11. Januar 2013

Wenn sich die "Löwen" gegenseitig zerfleischen

Mit den reichen Investoren ist das immer so eine Sache. Sie helfen einem verschuldeten Profiklub gerne unter die Arme, schießen hier und da ein paar Millionen zu. Aber - und da liegt der Hase im Pfeffer - "Wer das Geld bringt, der möchte auch mitreden (dürfen)!". So auch beim TSV 1860 München, dem Traditionsklub aus der bayerischen Landeshauptstadt. Da liefern sich der jordanische Geschäftsmann Hasan Ismaik und 1860-Präsident Dieter Schneider seit Wochen einen erbitternden Machtkampf. Und das, obwohl beide nicht (mehr) ohne einander können. "Ich will mit 1860 Erfolge feiern und Schneider doch auch. Deshalb werde ich auch weiterhin die Zusammenarbeit mit ihm versuchen", sagte Ismaik jetzt. Und das, obwohl er schon mindestens zehn Mal wieder abspringen wollte. Dabei wollte der wohlhabende Mann den "Löwen" wieder Bissfestigkeit verleihen, der Wiederaufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga ist und bleibt das ganz große Ziel. Zudem träumt der Investor bereits vom internationalen Geschäft, will bis 2015 mit "Sechzig" in die UEFA Champions League einziehen. Wir dürfen gespannt sein und sind es auch. Schließlich haben wir aus dem Kraichgau ähnliche Töne gehört - damals nach dem Aufstieg im Jahre 2008. Aber das ist eine ganz andere Geschichte, die unter ganz anderen Vorzeichen stattgefunden hat und abgelaufen ist. Freuen wir uns lieber für Borussia Dortmund, dass Nuri Sahin zum BVB zurückkehrt. Und das für viel weniger Geld, als es Hasan Ismaik bisher schon verbrannt hat.

Samstag, 4. August 2012

Ein Schlussmann, der uns viel zu früh verlassen hat

Ja, sowas ist echt traurig. Wieder hat uns ein bekannter Fußballspieler viel zu früh verlassen. Die Rede ist von Bernd Meier, der im jungen Alter von gerade einmal 40 Jahren von uns gegangen ist. Seine Pumpe hat überraschend ihren Dienst versagt, der Torhüter erlag in Donauwörth einem Herzinfarkt. Wir kennen ihn alle noch, den 1,93 Meter großen Mann mit den großen Händen und den dunklen Haaren. Professionell kickte Meier für den TSV 1860 München, Borussia Mönchengladbach, den LR Ahlen sowie für Borussia Dortmund - das Fußballspielen lernte er beim TSV Burgheim. Berühmt wurde Bernd Meier am 11. April 1998 im Trikot der Münchner Löwen - und das ausgerechnet im Derby gegen den Giesinger Dauerrivalen von der Säbener Straße, den deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Zu diesem Zeitpunkt lag der Außenseiter gegen die Bayern mit 0:1 in Rückstand, als sich der Torwart den Ball für einen Abschlag zurechtlegte. Bayern-Angreifer Carsten Jancker hatte sich an der Bande noch die Stutzen zurecht gezogen, der Schlussmann übersah den bulligen Glatzkopf hinter ihm. Bevor Meier das Spielgerät in die Luft jagen konnte, spitzelte Jancker ihm die Pille weg und schob diese ins leere Tor der "Blauen". Am Ende gewannen die "Roten" mit 3:1, Trainer Werner Lorant tobte und war außer sich vor Wut, Bernd Meier machte kein einziges Spiel mehr für "Sechzig". Zuletzt trainierte der Ex-Profi seinen Heimatverein in Burgheim, war zuvor Torwart-Trainer bei Wacker Burghausen. Kurz vor seinem Herzinfarkt hatte sich der gebürtige Rain am Lecher wegen einer Lebensmittelvergiftung in stationäre Behandlung begeben müssen. Ruhe in Frieden, Bernd!