Es hat sich seit einigen Wochen oder sogar Monaten leise, aber dennoch recht bestimmt, angekündigt und seit heute Vormittag ist es ganz offiziell: Christian Streich wird beim Fußball-Bundesligisten SC Freiburg aufhören. Nach zwölfeinhalb Jahren ist für das Trainer-Original im Breisgau bei "seinem Verein" als Cheftrainer der 1. Mannschaft Schluss. Wahnsinn, das fühlt sich dann doch recht merkwürdig an. Aber dennoch hatte man zuletzt das Gefühl, dass es im Sommer soweit sein könnte. Streich wirkte in der jüngeren Vergangenheit müder und noch nachdenklicher als sonst. Und: Er befasste sich noch viel intensiver mit Themen der aktuellen Weltlage - insbesondere auch politischer Natur. Streich wird eine riesige Lücke hinterlassen - und das nicht nur beim SCF. Nein, der ganzen Bundesliga wird etwas fehlen. Denn solche Typen gibt es nicht oft oder eben richtig selten. Am 1. Januar 2012 übernahm der damalige A-Jugend-Coach die Profis ganz offiziell. Er rettete mit ihnen die Klasse, er stieg mit Freiburg ab und kam wieder und zuletzt führte er den Klub wieder einmal nach beziehungsweise durch Europa. Ich bin gespannt, wer dieses schwere Erbe antreten wird. Fachlich gibt es viele gute Trainer, aber menschlich wird das quasi ein Ding der Unmöglichkeit. Der immer ehrliche Familienvater ist und bleibt einzigartig.
Montag, 18. März 2024
Ein Abschied, der sich irgendwie total seltsam anfühlt!
Freitag, 3. November 2023
Das kann doch so langsam kein Zufall mehr sein!
Der deutsche Rekordpokalsieger FC Bayern München entwickelt so langsam eine kleine Phobie, was die Teilnahme im DFB-Pokal angeht. Noch immer sind die "Roten" von der Isar in diesem Wettbewerb der Verein mit den meisten Siegen - und diese Statistik könnte eigentlich längst ausgebaut sein. Könnte, denn in den vergangenen vier Spielzeiten hat der FC Bayern so seine Probleme mit dem Pokal. In den vergangenen vier Spielzeiten schaffte man es jeweils nicht mehr in die Bundeshauptstadt. Und das in einem Wettbewerb, in dem es auf den Weg nach Berlin eigentlich "nur" fünf Siege braucht. Doch die Bayern haben inzwischen dreinmal in Runde zwei und in der vergangenen Saison im Viertelfinale verloren. "Und wie" möchte man da ja beinahe zwangsläufig hinterherschieben. Das 0:5 in Gladbach war ein richtig gebrauchter Tag, doch auch bei den drei anderen Partien stimmte beim FCB insbesondere mental etwas ganz und gar nicht. Nicht nur, dass man sich recht schwertat. Nein, es war vielmehr auch die Tatsache, dass man in Kiel, daheim gegen Freiburg und am Mittwochabend in Saarbrücken erst in der Nachspielzeit verlor, wirft Fragen auf. Nimmt man die Gegner zu leicht, wollte man es im Schongang in der Verlängerung regeln oder hat man von vornherein gedacht, dass es nur mit halber Kraft geht. Fragen über Fragen! Nur gut aus bayrischer Sicht, dass es nun gegen den BVB geht. Schon oft war man vor diesem Duell (mental) am Boden und dann?! Ihr wisst schon, was ich damit meine - wird sehr spannend...
Samstag, 20. Mai 2023
Ein besseres Drehbuch kann man ja nicht schreiben...
Der gestrige Abend im Freiburger Europa-Park-Stadion hatte so viele emotionale Momente, und das erst recht ab Minute 70. Das wurde SCF-Stürmerlegende Nils Petersen eingewechselt und brauchte gerade einmal fünf Minuten für sein nächstes Jokertor. Und das im letzten Heimspiel seiner beeindruckenden Karriere. Dass er weitere fünf Minuten später noch einmal traf, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Doch das Kopfballtor wurde aufgrund eines vermeintlichen Foulspiels nach Einschreiten des Videobeweises dann doch noch zurückgenommen. Schade, aber - so ehrlich muss man sein - kann man so entscheiden. Auch der VfL Wolfsburg zeigte sich bei den Petersen-Festspielen als guter Gast und störte die südbadischen NP18-Festspiele nicht wirklich - 2:0 für den SC Freiburg, der nun sogar wieder von der Champions League-Teilnahme träumen darf. Dort hatte ich mich ja gründlich getäuscht, da Real Madrid gegen Manchester City nicht wirklich eine Chance gehabt hat. Nun, jetzt muss Freiburg auf bayrische Schützenhilfe gegen RB Leipzig hoffen. Könnte passieren, schließlich wollen die Bayern ja mal wieder Meister werden.
Dienstag, 2. Mai 2023
Der Profifußball ist und bleibt schnelllebig!
Der Triple-Traum des FC Bayern München war in gerade einmal zwei Wochen und mit neuem Trainer schneller geplatzt, als es so mancher Fan und Kenner der Szene und erst recht die Sportliche Leitung beim deutschen Rekordmeister wohl erwartet hatte. Es bleibt also - mal wieder möchte man fast ergänzen - nur eine Titelchance, nämlich der Gewinn der Deutschen Fußball-Meisterschaft. Doch auch in diesem Wettbewerb sieht es für die Bayern alles andere als rosig aus, obwohl man nun wieder einen Zähler vor dem BVB auf Tabellenplatz eins liegt. Aber auch gegen die Hertha tat man sich im eigenen Wohnzimmer phasenweise schwer und Dortmund hatte zuvor gepatzt. Ja, das wird ein Schneckenrennen bis zum Schluss, was für die neutrale Anhängerschaft natürlich toll ist. Die wird übrigens heute und morgen Abend auch daran interssiert sein, zu erfahren, wer ins Fnale um den DFB-Pokal einziehen wird. Nachdem heute das Vorjahresinale zwischen dem SC Freiburg und RB Leipzig seine Wiederauflage feiert, kreuzen morgen der VfB Stuttgart und die SG Eintracht Frankfurt die Schwerter - also, im übertragenen Sinne. Beide Spiele beginnen um 20.45 Uhr und nicht nur im Pay-TV (Sky) gezeigt.
Sonntag, 22. Mai 2022
Ein Sieg, der aus meiner Sicht so auch in Ordnung geht!
Was hat sich ganz Fußball-Deutschland da doch gestern zusammen geschlossen, um es mit dem SC Freiburg zu halten im DFB-Pokalendspiel. Sei es, weil man sowieso Sympathien mit den Breisgauern hat oder aber, weil man die Sachsen eben nicht besonders mag - um es an dieser Stelle mal ganz vorsichtig zu formulieren. Und doch hat RB Leipzig den Pott geholt - und das im dritten Anlauf nach verlorenen Endspielen gegen den FC Bayern München (2019) und Borussia Dortmund im vergangenen Jahr. Und: Aus meiner Sicht ging der Triumph nach Elfmeterschießen auch in Ordnung. Warum? Ganz einfach deshalb, weil es die Mannschaft von Christian Streich verpasste, aus seiner personeller Überzahl - nach dem Platzverweis gegen Marcel Halstenberg - Kapital zu schlagen. Phasenweise fragte man sich - und so ehrlich muss man an dieser Stelle dann eben auch sein - wer von den beiden Teams einen Mann weniger auf dem Rasen des Berliner Olympiastadions hatte. Ich bekam den Eindruck, dass Leipzig den Pokal den nötigen Tick "mehr wollte". Dennoch meine Glückwünsche an den Sportclub, der sich für das internationale Geschäft qualifizierte und erstmals im Finale stand. Wenn das vor der Saison jemand so vorausgesagt hätte, denke ich, dass die Freiburger sofort zugestimmt hätten. Gute Besserung an den Fotografen, der kurz vor der Zeremonie in eine medizinische Notlage geriet!